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Rätisches Grauvieh

Für uns ist eine standortgerechte Bewirtschaftung Voraussetzung für nachhaltige Landwirtschaft. Deshalb passt zu unserem Betrieb eine leichte Rasse mit guter Raufutterverwertung. Gleichzeitig setzt der Kontakt der Paten mit den Tieren ein liebes Gemüt voraus. Zudem ist es uns ein Anliegen, zur Arterhaltung einer einheimischen Rinderrasse beizutragen. Deshalb ist unsere Wahl auf die ProSpecieRara-Rasse Rätisches Grauvieh gefallen.

 

Rassebeschreibung

Das Rätische Grauvieh ist ein robustes, anpassungsfähiges und langlebiges Zweinutzungsrind (Milch und Fleisch). Durch seine Anspruchslosigkeit und seine gute Raufutterumsetzung eignet es sich besonders zur Nutzung von extensiven Weiden auch in extremen Berggebieten, wobei das geringe Gewicht und die dazu relativ grossen Klauen der Tiere die Böden schonen. Mit seinem ruhigen Charakter und seiner hohen Vitalität findet das Rätische Grauvieh mehr und mehr Freunde. Das Rätische Grauvieh ist behornt und weist von eisen- über silbergrau und dunkelgrau bis zu graugelb die verschiedensten Grautöne auf. Die kleinen, leichten Tiere (Widerristhöhe ca. 1.20 m, Gewicht Mutterkuh 300 – 600 kg) sind genügsam und anpassungsfähig. Die Rasse wird besonders für ihre gute Futterverwertung in extensiver Haltung, das feinfasrige Fleisch und das optimale Fett-Fleisch-Verhältnis. Die kleinen anspruchslosen Grauen ziehen mit ihren wunderschönen Köpfen und ihrer edlen, grauen Fellfarbe ihre Betrachter in den Bann. (Quelle: www.prospecierara.ch)

 

Herkunft und Entwicklung

Ein Urvorfahre des Grauviehs ist das Torfrind, das bereits in vorchristlicher Zeit im Gebiet der Zentralalpen lebte. Nachfahren dieser Tiere wurden mit grossrahmigen, silbergrauen, aus Italien stammenden Rindern gekreuzt. Durch die verschiedenartigen Zuchtgebiete und die Abgeschiedenheit der Täler entwickelten sich lokale Schläge. So unterschied man zwischen dem kleineren und leichteren Albula-Grauvieh und dem grösseren Oberländer-Schlag. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Nachfrage nach diesen Tieren sehr gross. Ab 1920 wurde das Grauvieh durch das milchleistungsbetontere Braunvieh verdrängt. Im Tirol blieb das Grauvieh jedoch erhalten. Aus diesen Beständen konnte ProSpecieRara zusammen mit engagierten Züchtern 1985 einige kleine, dem Albula-Schlag ähnliche Tiere in die Schweiz zurückimportieren und in ihrer Heimat Graubünden wieder ansiedeln. Mit dem leichten Rätischen Grauvieh konnte die Stiftung der Berglandwirtschaft eine Rasse sichern, die an wenig ertragreiche Böden und extreme Lagen optimal angepasst ist. (Quelle: www.prospecierara.ch)